Überall auf der Welt treten westliche Staaten mit hohem moralischen Anspruch auf. Oft wird demgegenüber der Vorwurf der Doppelmoral geäußert. Grund sind die Verfehlungen des Westens, von denen hier ein paar aufgeführt werden sollen. Denn man soll ja immer zuerst vor der eigenen Haustüre kehren.
Ein interessantes Phänomen ist die parallele Entwicklung politischer Bewegungen über Länder-, Sprach- und Kulturgrenzen hinweg. Was die Gründe dafür sein könnten, versucht dieser Artikel aufzuzeigen.
Vor einigen Jahren war ich zu einem Abendessen eingeladen, an dem auch unser ehemaliger Landrat teilnahm. Am Morgen des Tages begann ich eine Pressemitteilung zu schreiben, in der ich eben diesen Landrat wegen seiner damaligen Weigerung, seine Aufsichtsratsbezüge an den Kreis abzugeben, scharf kritisieren wollte.
Bisher war der Blick in der Regel nach außen gerichtet, wenn von der Doppelmoral des Westens die Rede war. Kriege, Interventionen und andere außenpolitische Angelegenheiten werden vom Westen, so der (berechtigte) Vorwurf, anders betrachtet, wenn sie von westlichen Akteuren selbst ausgehen. Dieser Vorwurf ist bekannt, auch wenn Bestrebungen zur Änderung nicht erkennbar sind.
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist seit langem der Standardindikator für die Messung der Wirtschaftsleistung eines Landes. Es spiegelt den Gesamtwert aller im Inland produzierten Waren und Dienstleistungen über einen bestimmten Zeitraum wider und gilt daher als Maßstab für den wirtschaftlichen Wohlstand. Die Seriosität und Genauigkeit der BIP-Berechnung ist jedoch eine komplexe und umstrittene Frage, insbesondere wenn es um die Einbeziehung von Aktivitäten wie Schwarzarbeit, Prostitution und Drogenhandel geht.
In der Debatte um die Zukunft der künstlichen Intelligenz (KI) dominiert oft die Furcht vor einem Szenario, in dem die KI einen eigenen Willen – oder ein Bewusstsein – entwickelt und sich entschließt, die Menschheit zu unterjochen. Doch was, wenn diese Annahme in die Irre führt? Was, wenn die Herrschaft der KI eine unausweichliche Konsequenz unserer eigenen Natur ist, selbst wenn die KI niemals den Wunsch hegt, uns zu beherrschen?
Muhammad Ali, geboren als Cassius Marcellus Clay Jr. am 17. Januar 1942 in Louisville, Kentucky, ist zweifellos eine der größten Legenden des Boxsports. Seine Schnelligkeit, sein unorthodoxer Stil („Float like a butterfly, sting like a bee“) und sein Charisma machten ihn weltweit bekannt. Doch Alis Vermächtnis reicht weit über den Boxring hinaus. Er war auch eine Ikone des sozialen Wandels, ein Kritiker von Rassismus und Krieg und eine Stimme für Frieden und Gerechtigkeit – eine Haltung, für die er einen erheblichen persönlichen und beruflichen Preis zahlte.
Wenn Bürger auf die Straße gehen, um gegen unliebsame Regierungsentscheidungen, soziale Ungerechtigkeit oder wirtschaftlichen Niedergang zu demonstrieren, dauert es im Westen selten lange, bis ein ganz bestimmtes Narrativ bedient wird: Die Proteste seien nicht authentisch, sondern vom Ausland orchestriert, gesteuert und finanziert. Vorzugsweise werden Russland oder China als Drahtzieher im Hintergrund ausgemacht. Doch eine genauere Analyse zeigt, dass dieser Vorwurf der ausländischen Einmischung in aller Regel eine perfide politische Schutzbehauptung ist, die primär dazu dient, legitimen inländischen Protest zu delegitimieren und staatliche Repressionen zu rechtfertigen.
Wer kennt ihn nicht, den alten Spruch: „Gut gemeint ist noch lange nicht gut gemacht.“ In unzähligen Variationen haben wir diese Lebensweisheit schon gehört, doch selten bewahrheitet sie sich im Alltag so eindrücklich und potenziell fatal wie im heutigen Straßenverkehr.
Wer derzeit durch bundesdeutsche Kommunen, ländliche Wohngebiete oder Vorstädte fährt, beobachtet einen unübersehbaren Trend zur privaten Verkehrsberuhigung. An Straßenrändern, in Einfahrten oder in der Nähe von Bushaltestellen tauchen sie auf: ausgedientes Kinderspielzeug, Bobby-Cars oder kommerziell vertriebene, kindsgroße Warnfiguren aus grellem Kunststoff. Die Botschaft an herannahende Autofahrer ist unmissverständlich: Achtung, hier könnte ein Kind spielen, fahr langsamer und sei bremsbereit.
In den westlichen Medien und auch in den Reihen der US-Regierung hört man in diesen Tagen immer wieder dieselbe verständnislose Frage: Warum gibt der Iran nicht auf? Angesichts der massiven Schäden und der völkerrechtswidrigen, unprovozierten Angriffe durch die USA und Israel müsse Teheran doch einsehen, dass ein Einlenken der einzige Weg sei. Diese Frage zeugt von einer erschütternden ideologischen Verblendung. Wer so fragt, weigert sich schlichtweg, die Welt für einen Moment aus der Perspektive des Irans zu betrachten.